Irgendwie ist es noch nicht ganz durchgedrungen, der letzte Tag bei meiner alten Firma. Ein komisches Gefühl, dort keinen Fuß mehr hineinzusetzen. Ich werd das wahrscheinlich erst im laufe der nächsten Tage realisieren.
Aber Eines kann ich mit Sicherheit sagen: Jungs, es war eine verdammt geile Zeit mit euch. Selten waren lachen und Verzweiflung so nahe beieinander
Ihr werdet mir alle fehlen. Angefangen bei den Kloimsteinschen 5 Minuten, über die elendig langen und lauten Stegerschen Telefonate, zu den Schilcherschen Spielereien, hin zu den Eberharterschen Rollout-Piloten
Oder die langen Abende im SWV, mit unseren Kondor Spezis aus der RLB. Das waren sicher die prägensten Arbeitsjahre, vor allem, weil ich euch hatte.
Danke nochmal!
…
in meine Augn siagst no mei Jugend, mei Locha is ma bliebn,
bloss du bist ned dabei…
I glaub bloss, dass koane Tränen für mi gibt, für mi gibt..
I glaub, dass froh san, wenn i weg bin, und das koana recht lang an mi denkt.
I glaub, dass froh san, wenn i weg bin, und das koana recht lang an mi denkt.
Ich hab gestern durch Zufall (danke Gegg
) die Liveaufzeichnung von “Im Regen” wieder gefunden. Und sowas muss natürlich gleich ins DVD-Laufwerk und angesehen werden. Wahnsinn, wie genial manche Text auch noch nach Jahren sind, wie sie bestimmte Situationen und Gefühlszustände beschreiben. Zumal ich damals lange Zeit keinen Söllner Song hören konnte, weil mich jeder Satz, jedes Wort und jeder Akkord an eine ganz wichtige Person erinnert.
Der Text von oben stammt aus “Frühling”, einem selten gehörten Song. “Tanzn auf de dodn”, “Zeugnis”, “Universum” oder “Auf da ganzn Welt is Kriag” beschreiben das, was jeden Tag auf dieser Welt passiert. Und wer sieht bewusst hin und tut etwas dagegen?
Langsam kimmt die Traurigkeit und i hobs Gfühl, dass mi übarollt.
A Nebel taucht vaschwomma vor mia auf,
a Fluss mit tausend Tränen schwimmt ganz stad vorm Haus vorbei
und des Sonn geht scho seit Wochn nimma für mi auf.I spür die Wöid ganz langsam sterbn,
und mit ihr stirbt des kloane bissal Kraft
des i so braucht hob, dass i siach, hea, fühl und denk.
Und i from mi, warum i eigentlich irgendwos gsogt hob zu eich do drom,
wenns eich ned a moi die Mühe mochts, dass mi vastehts
…
Hans Söllner, Der Wind
So, jetzt nach der Stärkung beim Chinesen gehts weiter
Anfangs war ich gewaltig sauer, wie ich gesehen habe, dass sich heute wieder hunderte Jugendliche besaufen müssen, um zu feiern. Oder sich gewaltsam einrauchen, um noch irgendetwas zu spüren und sich dann zu verlieren. Leute, geht doch endlich vernünftig mit den Drogen um! Keiner hat etwas davon, wenn ihr euch regelmäßig dermaßen die Kante gebt.
Jeder sollte sich langsam daran erinnern, wieder Verantwortung für etwas zu übernehmen. Und jeder, der auf sich selbst aufpassen kann, kann auch auf andere Rücksicht nehmen. Und die Verantwortung beginnt dort, wo sich jemand besoffen ins Auto setzen will. Bei aller Freundschaft, so einer hat sich, wenns hart auf hart kommt, eine freundschaftliche “Watschn” verdient. Oder dort, wo einfach so einer ausgegrenzt wird, weil er nicht mitmachen will, anders spricht oder einfach nur anders aussieht.
Egal, was ihr heute noch macht, passts auf.