a Freeks life
Willkommen auf » Die (utopische) Vorstellung der Zufriedenheit und des geteilten Reichtums

Die (utopische) Vorstellung der Zufriedenheit und des geteilten Reichtums

Langsam aber sicher bekomme ich Angstzustände von meinen, durchaus oft auftretenden, Anwandlungen, es allen Recht machen zu wollen.
Jeder, der sich einmal ernsthaft damit beschäftigt hat, was er mit, sagen wir 50 Mio. Euro, machen würde, kommt irgendwie lange auf keinen grünen Zweig, weil es ja eine “Verleumdung” der Realität wäre. Aber irgendwann merkt man, dass Geld nie glücklich machen würde. Jedenfalls nicht, ohne zu teilen. Aber mit wem teilt man? Familie, Onkel, Tanten, Cousins? Wie weit wäre man bereit zu gehen? Und so paradox und abwegig das alles klingt, aber ich würde ohne mit der Wimper zu zucken einen Teil des Gewinns nehmen, auf ein Konto klatschen und meiner Ex-Freundin und ihrer Familie das Konto überlassen. Der kleinste Teil ginge für persönliche “Bedürfnisse” drauf ;-) Natürlich kann man seine eigene Familie nicht leer ausgehen lassen. Aber bis ich wüsste, wer wie viel braucht, käme alles irgendwie in eine Sparform. Wer was braucht, braucht nur zu fragen.

Oh mein Gott, das grenzt an krankhaftes Verhalten. Oder wie würdet ihr teilen?

Abgesehen von dieser Eskapade meines Verstands, verblüfft es mich immer mehr, dass trotz aller Anstrengungen die Zufriedenheit aller nahezu utopisch ist. Andererseits ist eine Utopie nur eine Frage der Definition. Zumindest hat uns das die Geschichte gelehrt.
Besonders im Arbeitsleben merkt man solche Dinge relativ schnell, auch wenn man anfangs glaubt, es besser zu wissen. Irgendwann werden einem die Kollegen egal, das Wohlbefinden anderer ist nur noch Nebensache. Lediglich die Beziehung zu Freunden am Arbeitsplatz nimmt dabei nur geringen Schaden, weil sie einem täglich das Gefühl geben, doch nicht unnötig Zeit zu verschwenden.
Komischerweise wird man durch diese Erkenntnis nicht etwa sensibler oder glücklicher. Ich jedenfalls nicht. Mittlerweile muss ich mich zusammenreißen, einigen nicht direkt ins Gesicht zu sagen, was sie mich nicht alles könnten. Eigentlich wäre das alles kein Problem, aber dennoch ist man in gewisser Weise auf Kollegen angewiesen. Also gilt es, sich diplomatisch zu verhalten. Was ich schon fast im Griff habe ;-)

Arbeit tut gut, mehr Arbeit verletzt Beziehungen, viel Arbeit versetzt Beziehungen einen enormen, aber reparablen, Schaden und viel zu viel Arbeit tötet. Vor allem Beziehungen.

Ich habe lange überlegt, diesen Text zu veröffentlichen. Vor allem, weil doch hin und wieder der eine oder andere Kollege meine Seiten besucht oder andere Firmen darauf stoßen, weil sie zufällig eine Bewerbung von mir lesen. Aber da sich jeder Mensch verändert, und diese Veränderungen nicht geheimhalten kann, ist es nahezu sinnlos, sich zu verstecken. Irgendwie bin ich auf das Echo einiger Leute gespannt, die darüber stolpern. Wie schätzen mich Kollegen, und vor allem, “fremde” Menschen ein?

Nun ja, ich hatte einen langen Tag. Und bisher hielt mich Koffein nahezu pausenlos in einem Zustand der Vigilanz. Aber wie jede Droge hat auch Koffein ein Down. In diesem Fall Schlaffheit, Müdigkeit und in meinem Fall Schlaf. Und diese Downs sind keineswegs schlecht. Sie sagen mir nur, dass ich eigentlich seit Stunden Schlafen oder Entspannen sollte. Aber irgendwie gibt es Momentan keinen Platz, an dem ich mich zu 100% entspannen könnte. Es gibt lediglich einen Schlafplatz.
Und bevor ich mich jetzt in meinen Gefühlen und Erinnerungen verliere, werde ich mir eine zweite Decke holen und ins etwa 2 Meter entfernte Bett schlüpfen. Morgen werden wieder Leistung und Gehorsam erwartet…

Einen Kommentar schreiben